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wurde 1772 mit der alten Kunstakademie vereinigt, wo
neben dem Gründer J. M. Schmutzer auch die bedeutenden Landschaftszeichner
F. Domanöck J. C. Brand, M. Wutky und F. E. Weirotter wirkten. Starke
Förderung seitens des Wiener Hofs fand im 18. und frühen 19. Jahrhundert
auch die Technik der dem Kupferstich nahestehenden, im 17. Jahrhundert entwickelten
Schabkunst, vor allem im Bereich des Porträts. Auch das Ätzverfahren
der Radierung, das gegenüber dem Kupferstich eine noch freiere Umsetzung
des künstlerischen Gedankens erlaubt, erregte besonderes Interesse.
Auf der rechten Seite sehen Sie ein Ausschnitt aus einer Radierung von Rembrandt.
Mit Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert verlor das Kupferstichverfahren
die zentrale Bedeutung als vervielfältigendes Abbildungsverfahren.
Viele Künstler nutzen noch heute die alten Methoden, die Medienlandschaft
hat der Kupferstich jedoch lange verlassen. Die überlieferten Stiche
haben heute Sammlerwert und manche Stücke sind schwer zu finden.
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