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Das Kupferstichverfahren war das erste Tiefdruckverfahren,
das in der westlichen Welt auftauchte. Die Technik wurde vermutlich im 1.
oder 2. Drittel des 15. Jahrhunderts von unbekannten Künstlern in Süddeutschland
entwickelt und war bis Anfang 18. Jahrhundert die üblichste Methode
zur Replikation von Gemälden und Grafiken. Die Druckplatten nützten
sich ab, was zur Folge hatte das die Auflagen limitiert waren. Auf den meisten
Stichen ist deshalb die Gesamtzahl aller Stiche und die Nummer des jeweiligen
Stichs verzeichnet.
Die Produktion rasch erklärt
Als Druckplatte dient eine plane, geschliffene und polierte,
zwischen 1-5 mm dicke Kupferplatte, in die mit Sticheln Darstellungen eingetieft
werden. Die Platten werden mit Druckerschwärze bestrichen und abgewischt,
damit die Farbe nur in den Vertiefungen haften bleibt. Sie werden unter
starkem Druck auf befeuchtetes Papier gepresst, damit die Farbe aus den
Einkerbungen übertragen wird. Anschliessend werden die Stiche eingerahmt,
und wie es bei unseren Exemplaren der Fall ist, über Eck vergoldet.
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